Der brasilianische Amazonas und der Pantanal gehören zu den beeindruckendsten Naturwundern der Welt. Doch bevor Sie in den Dschungel aufbrechen oder im weltgrößten Feuchtgebiet auf Tiersuche gehen, gibt es wichtige Einreiseformalitäten und Gesundheitsvoraussetzungen zu beachten. In diesem Ratgeber erklären wir alles für eine sichere und gut vorbereitete Reise in den Amazonas und Pantanal 2026.
Visum für Amazonas und Pantanal
Amazonas und Pantanal sind Regionen innerhalb Brasiliens – keine separaten Länder. Die allgemeinen Brasilien-Einreisebestimmungen gelten auch hier. Das bedeutet:
- Deutsche, Österreicher, Schweizer: Keine Visa erforderlich – visumfrei bis 90 Tage. Details: Brasilien visumfrei 2026
- Andere Nationalitäten: eVisa oder Botschaftsvisum nötig
- Besonderheit Amazonas: Für bestimmte indigene Reservate kann eine spezielle Genehmigung (FUNAI) erforderlich sein
Einreise in den Amazonas – Manaus als Gateway
Das Tor zum brasilianischen Amazonas ist Manaus – die Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas. Manaus hat einen internationalen Flughafen (MAO) mit regelmäßigen Inlandsflügen aus São Paulo, Rio de Janeiro und anderen brasilianischen Städten.
Anreise nach Manaus
- Von Deutschland: Kein Direktflug – Umstieg in São Paulo (GRU) oder Rio de Janeiro (GIG)
- Inlandsflug: Manaus (MAO) ab São Paulo ~4 Stunden, ab Rio ~4,5 Stunden
- Schiff: Von Belém oder Santarém – romantisch aber zeitaufwändig (3–5 Tage)
Amazon Lodge Erreichbarkeit
Die meisten Amazonas-Lodges sind nur per Boot erreichbar. Ab Manaus fahren Boote in die umliegenden Regionen. Buchen Sie Transfers immer über Ihren Lodge-Anbieter – das spart Stress bei der Ankunft.
Einreise in den Pantanal
Der Pantanal ist das weltgrößte tropische Feuchtgebiet und liegt hauptsächlich in den Bundesstaaten Mato Grosso und Mato Grosso do Sul. Er ist eines der besten Orte der Welt für Tierbeobachtungen – Jaguar, Tapir, Riesenotter, Kaiman und Tausende von Vogelarten.
Anreise in den Pantanal
- Nördlicher Pantanal: Eingangsport Cuiabá (CGB) – Flüge ab São Paulo ca. 2,5 Std.
- Südlicher Pantanal: Eingangsport Campo Grande (CGR) – Flüge ab São Paulo ca. 1,5 Std.
- Von Cuiabá: Weiterfahrt über die legendäre Transpantaneira-Straße
- Mietwagen: Empfohlen – große Geländefahrzeuge für Schotterpisten
Gelbfieber-Impfpflicht für Amazonas und Pantanal
Achtung: Für Reisen in den Amazonas und Pantanal ist die Gelbfieber-Impfung absolut unverzichtbar! Beide Regionen gehören zu den höchsten Risikogebieten in Brasilien.
- Amazonas (alle Bundesstaaten): Hohes Gelbfieber-Risiko – Impfung Pflicht
- Mato Grosso / Mato Grosso do Sul (Pantanal): Hohes Risiko – Impfung dringend empfohlen
- Impfung: Mindestens 10 Tage vor Einreise; lebenslanger Schutz
- Nachweis: Internationaler Impfausweis (gelbes Heft) mitführen
Alle Details zur Gelbfieber-Impfung: Brasilien Gelbfieber Impfpflicht 2026.
Malaria im Amazonas – Schutz und Prophylaxe
Das Amazonasgebiet ist das einzige Gebiet in Brasilien mit nennenswert erhöhtem Malaria-Risiko. Für Reisen in die Amazonas-Region wird eine Malaria-Prophylaxe empfohlen:
- Sprechen Sie mit Ihrem Reisearzt über geeignete Medikamente (z.B. Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin)
- Beginnen Sie die Prophylaxe vor der Abreise
- Mückenschutz (DEET 30%+ oder Icaridin) auch tagsüber verwenden
- Insektendichte Kleidung (lange Ärmel, Hosen, Socken)
- Moskitonetz in Lodges kontrollieren
Für den Pantanal ist das Malaria-Risiko deutlich geringer – sprechen Sie dennoch mit einem Reisearzt.
Weitere Gesundheitstipps für Amazonas und Pantanal
- Kein Trinkwasser aus Flüssen – nur abgekochtes oder Flaschenwasser
- Tierkontakte vermeiden – Schlangen, Piranhas, Giftinsekten; Tollwutimpfung für längere Aufenthalte
- Hitze und Dehydratation – viel trinken, Kopfschutz, Sonnenschutz
- Reiseapotheke: Antiseptikum, Breitband-Antibiotikum, Malaria-Schnelltest, Schmerzmittel
- Reisekrankenversicherung mit Hubschrauber-Evakuierung – im Dschungel essentiell!
Praktische Reisetipps für Amazonas und Pantanal
- Beste Reisezeit Amazonas: Mai–September (Trockenzeit) für Wildtiersichtungen am Ufer; Oktober–April (Regenzeit) für Bootstouren tief in den Wald
- Beste Reisezeit Pantanal: Juli–Oktober für Tierbeobachtungen (trocken, Tiere konzentriert an Wasserlöchern)
- Geführte Touren: Dringend empfohlen – eigene Navigation im Dschungel ist gefährlich
- FUNAI-Genehmigung: Für Besuche in geschützten indigenen Gebieten nötig – Lodges regeln das oft
- Bargeld: In abgelegenen Gebieten keine Kartenzahlung – immer brasilianische Reais mitführen
Häufige Fragen zu Amazonas und Pantanal Reise
Ist eine Impfung wirklich nötig für den Amazonas?
Ja, absolut. Gelbfieber ist im Amazonasgebiet endemisch und kann lebensbedrohlich sein. Die Impfung ist lebenslang gültig und muss mindestens 10 Tage vor Einreise erfolgt sein. Auch eine Malaria-Prophylaxe wird für das Amazonasgebiet dringend empfohlen.
Wie reise ich am besten in den Pantanal?
Am bequemsten über Cuiabá (nördlicher Pantanal) oder Campo Grande (südlicher Pantanal) per Inlandsflug aus São Paulo oder Rio. Von dort Mietwagen oder Transfer zur Lodge. Die Transpantaneira-Straße ist das Herzstück des nördlichen Pantanal – ca. 150 km Schotterpiste mit über 100 Holzbrücken.
Brauche ich eine spezielle Genehmigung für indigene Gebiete?
Ja. Für Besuche in offiziell geschützten indigenen Reservaten in Brasilien ist eine Genehmigung der FUNAI (Fundação Nacional dos Povos Indígenas) erforderlich. Seriöse Reiseveranstalter regeln das. Betreten Sie keine Reservate ohne Genehmigung.
- Brasilien Visum 2026: Der komplette Ratgeber
- Brasilien Gelbfieber Impfpflicht 2026
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- Brasilien Visum Dokumente 2026
Stand: Mai 2026. Reisemedizinische Empfehlungen können sich ändern – konsultieren Sie immer einen Reisearzt.